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Burgebrach
Mittwoch, Januar 27, 2021
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Der Markt Burgebrach begrüßt das Neue Jahr

Mit seinem Neujahrsempfang begrüßte der Markt Burgebrach traditionell wieder am Sebastianstag das neue Jahr 2020. Nach einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Vitus feierten die Bürger und die geladenen Gäste den Beginn des neuen Jahres in der vollbesetzten Steigerwaldhalle.

In seiner Begrüßungsrede ging Erster Bürgermeister Johannes Maciejonczyk kurz auf das vergangene Jahr 2019 ein. Erleichtert sei er, dass weitere zehn Gemeindeteile an die zentrale Wasserversorgung angeschlossen werden konnten. Nachhaltig familienfreundlich sei der Markt Burgebrach aufgestellt. Mit der Eröffnung der KITA St. Otto kann für jedes Kind ein Betreuungsplatz zur Verfügung gestellt werden. Als erhebliche Aufwertung des Historischen Ortskerns bezeichnete er die Sanierung des Pfarrhauses mit der Neugestaltung des Pfarrgartens. Auch im neuen Jahr stehen weitere Projekte an. Im Rahmen der Dorferneuerung in Dippach soll schon im Februar der Spatenstich zur Errichtung des Dorfgemeinschaftshauses gefeiert werden. Mit dem Neubau eines Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshauses in Grasmannsdorf soll Mitte des Jahres begonnen werden. Damit setze der Markt Burgebrach wieder Zeichen zur Schaffung gleichwertiger Lebensbedingungen in allen Gemeindeteilen. Eine Erweiterung der Kindertagesstätte zieht natürlich auch einen weiteren Bedarf im Schulbereich nach sich. Deshalb ist eine Erweiterung des Schulzentrums – insbesondere auch der Mensa – erforderlich. In seinem Schlusssatz würdigte er noch das Burgebrach-Lied von Monika Ruß als bleibendes Werk für Burgebrach.

Selbst an seinem 60. Geburtstag ließ es sich Landrat Johann Kalb nicht nehmen, am Neujahrsempfang in Burgebrach dabei zu sein. Für Kalb sei der Landkreis Bamberg der schönste der Welt. Burgebrach sei dazu eine Beispielgemeinde mit einer extrem hohen Lebensqualität und einem tollen Vereinsleben, so Kalb. Ein Geburtstagsständchen von den Gästen – angestimmt vom Männergesangverein Burgebrach mit seinem Chorleiter Reinhold Stubrach – durfte dann natürlich nicht fehlen.

Als Festredner konnte diesmal der Präsident der Handwerkskammer für Oberfranken Thomas Zimmer gewonnen werden. Dieser freute sich über die Wertschätzung des Handwerks, welches ja auch in Burgebrach stark vertreten ist. Er zeigte auf, dass in den vergangenen Finanzkrisen verschiedene Industriebetriebe viele Menschen entlassen mussten. Deutschland wurde verschont, weil das Land auch vom Mittelstand geprägt ist und dadurch eine größere wirtschaftliche Stabilität vorhanden sei. Nachhaltigkeit werde in den Handwerksbetrieben groß geschrieben. Die kleinen, oft inhabergeführten Betriebe handeln schon immer nachhaltig, sei es durch ständige Aus- und Weiterbildung, die rechtzeitige Sorge um die Betriebsnachfolge, den kulturellen Erhalt und auch in der Ökologie. Als großen Erfolg sehe er die Wiedereinführung der Meisterpflicht in zwölf Gewerken, dadurch sei auch die qualifizierte Ausbildung der nachfolgenden Generationen wieder gewährleistet. Mit Zuversicht und vollen Auftragsbüchern gehe das Handwerk wieder in das neue Jahr, wenngleich auch bürokratische Hürden – wie beispielsweise die eingeführte gesetzliche Bonpflicht – „gemeistert“ werden müssen.

Der Höhepunkt des Abends war dann die Verleihung der Bürgermedaille an Baptist Göller. Erster Bürgermeister Maciejonczyk zeigte neben seinem beruflichen Werdegang auch die unendlich vielen langjährigen und verschiedenartigen ehrenamtlichen Tätigkeiten von Baptist Göller auf. Hervorzuheben ist das 30-jährige Wirken als Marktgemeinderat, davon 18 Jahre als 3. Bürgermeister und seine 12-jährige Mitgliedschaft im Kreisrat. Baptist Göller engagierte sich in vielen Vereinen auch in der Vorstandschaft: in Sportvereinen, im Ortskulturring, in der Feuerwehr, im Heimatverein und der Trachtengruppe, bei den Ebrachtaler Musikanten, bei der KAB usw. Auch im kirchlichen Bereich war und ist er noch heute sehr engagiert. 40 Jahre lang war er Pfarrgemeinderat – heute ist er noch Beauftragter für die Erwachsenenbildung und fungiert auch noch als „Oldie-Ministrant“. Als Anerkennung seiner Verdienste überreichte der Bürgermeister die Bürgermedaille des Marktes Burgebrach mit einer Urkunde, wofür die Gäste lange applaudierten. Im Anschluss hat er sich zusammen mit dem Ersten Bürgermeister Maciejonczyk, zweiten Bürgermeister Peter Pfohlmann, dem Altbürgermeister Georg Bogensperger, Landrat Johann Kalb und MdL Holger Dremel in das Goldene Buch eingetragen.

Baptist Göller dankte seiner Familie, die seine Tätigkeiten immer mitgetragen habe. Er appellierte an die jungen Menschen, sich ehrenamtlich einzusetzen. Es sei nachgewiesen, dass die Ehrenamtstätigkeiten Glücksgefühle und Zufriedenheit im Menschen bewirken.

Zweiter Bürgermeister Peter Pfohlmann übergab im Anschluss die Stiftungsmittel aus der Bürgerstiftung. Mittlerweile sei das Vermögen auf 180.000 € angewachsen. So konnten an die Katholische Kirchenstiftung Burgebrach 297,73 €, die Pfarrcaritas 84,73 €, an den Josefs-Fond 297,02 €, an den SV Eintracht Ober-/Unterharnsbach für die Jugendarbeit 784,50 € und an die Dorfgemeinschaft Grasmannsdorf 79,04 € übergeben werden. Pfohlmann dankte den Stiftern, können damit doch Vereine und Projekte gefördert und Menschen in Not geholfen werden.

Sehr zum Bedauern der Gäste ist der Kirchenchor unter Leitung von Monika Ruß letztmalig aufgetreten. Zum Abschluss sangen alle Gäste hingebungsvoll das Burgebrach-Lied – komponiert und getextet von Monika Ruß.Die musikalische Umrahmung gaben der Männergesangverein Burgebrach, der Kirchenchor Burgebrach und das Trio „Red Pack“.

Text & Bilder: Markt Burgebrach

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